Noch mehr Veränderungen – Vom Aussortieren nach Marie Kondo, großen Neuigkeiten und dem selbst gewählten Dorf

Seit einer Weile schaue ich mir verschiedene „Haushaltstipps“ an, weil ich wirklich unzufrieden war mit dem aktuellen „wie alles so läuft“. Der Haushalt war irgendwie immer so meeh und wenn ich von der Arbeit kam, war nichts schön und ich frustriert.

Das hatte natürlich mehr als einen Grund. Zum einen ist es nun einmal schwer, einen Haushalt zu führen, zwei Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. Und das allein.

Zum anderen – und vielleicht war das das größere Problem – ich war ja gar nicht allein. Big M war oft da, insbesondere dann, wenn ich lange arbeiten musste, weil er dann Attu abholte von der Kita. Aber leider war er abgesehen davon keine große Hilfe. Im Gegenteil. Oft schaffte ich morgens fix noch etwas aufzuräumen und kam dann in ein viel größeres Chaos nach Hause. Ließ ich die Teller vom Frühstück in Eile stehen, waren sie ganz sicher noch da am Abend.

Ich habe kein Problem mit herumliegenden Spielsachen – Kinder wollen und sollen spielen und dabei Dreck machen! Aber wenn ein erwachsener Mensch in meinem Haushalt mehr Zeit verbracht hat als ich an dem Tag, weil ich morgens um 8 Uhr das Haus verlassen und um 19 Uhr wieder betreten habe, dann erwarte ich ein gewisses Maß an Mithilfe von diesem Menschen. Selbst wenn es ihm vielleicht schwerer als mir fällt neben der Betreuung eines Kindes noch etwas hier und da weg zu räumen, könnte er ja dann wenn ich wieder da bin mithelfen.

Könnte. Hat er aber nicht. Sondern er hat fluchtartig das Haus verlassen, nachdem er ja soooo viel zu tun habe und auch mal Zeit für sich brauche, nachdem er den GANZEN NACHMITTAG mit dem Kind verbracht hatte. (Verbringen musste?!) Aha. Dazu kam, dass er dann noch erwartete, dass ICH kochte für das Kind. Und ich müsse ich natürlich auch fragen, ob er etwas essen wolle. Schließlich seien wir verheiratet. Dabei entfallen scheint ihm, dass das so zwar rechtlich stimmt, wir aber offiziell und ganz bewusst NICHT zusammen wohnen und ich auch nicht gedenke daran etwas zu ändern. Er sah das allerdings anders.

Und so habe ich ihn aussortiert. Nach Marie Kondo. Neben einigen anderen Anregungen gefällt mir ihr Konzept des „weniger ist mehr“ ausgesprochen gut und entspricht meinem Charakter und Gefühl von Wohlbefinden sehr. Sie sagt, sinngemäß, „Schau dir etwas genau an, überlege ob du es brauchst, ob es dich glücklich macht. Und wenn die Antwort darauf nein ist, gib/wirf es weg.“ . Das habe ich mit einigen Kleidungsstücken, viiielen Dokumenten, Papieren und kleinen Dingen, Bettwäsche und sicher noch einigen Dingen, die mir entfallen sind gemacht. Und mit Big M. Und seitdem läuft auch der Haushalt großartig!

Nein, ich kann mich einfach nicht mit Dingen und Menschen umgeben, die in der Summe mich unglücklich machen. Die mir mehr Arbeit und Stress verursachen als Freude. Die mir teilweise derartig wenig Respekt entgegenbringen, dass man es gar nicht erzählen mag. Nee. Macht mich nicht glücklich. Aussortiert.

Lieber umgebe ich mich mit Menschen, die mich wirklich glücklich machen. Die mich wertschätzen. Die mir ein gutes Gefühl geben, hinter mir stehen und ihre Hilfe anbieten. Ohne Konditionen. Ohne Hintergedanken und Kleingedrucktes.

Ganz besonders jetzt. Wo ich bald jede Hilfe gebrauchen werde können. Denn zur Osterzeit, wie es in einem sehr süßen Pixi Buch heißt, dass Haddi vor 3 Jahren in meiner Schwangerschaft mit Attu geschenkt bekommen hat, werden wir zu viert sein. Und da bin ich froh, mir mein eigenes Dorf bauen zu können. Selbstbewusst und selbstbestimmt. Wer mir nicht gut tut, muss auch nicht in meinem Dorf leben. Wer dort leben möchte, muss mich und uns respektieren. 

Eure Khadi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.