Unser Wochenende in Bildern – 30./31.09.2018

Unser Wochenende begann bereits mit einem Highlight – Tzitza kam zu Besuch! Attu hatte die Woche über immer wieder nach ihrer Tante gefragt und hat sich tierisch gefreut, als diese dann ENDLICH zum spielen kam. Niemand baut so großartig Kapla Steine wie Tante Tzitza, soviel steht fest.

Wir waren auch ein bisschen draußen und haben das schöne Wetter genossen. Aber herbstlich frisch ist es langsam, huh! Und leider kann man nicht mehr im Springbrunnen baden gehen…


Zum Abendessen gab es Wraps. Kleiner Hinweis an dieser Stelle – Wraps mit kleinen Kindern machen Spaß, sind aber, wenn man das Kind den Quark selbst verteilen lässt, nicht nach dem Baden zu empfehlen. Auf dem Bild ebenfalls zu sehen – ein Aua mit Teddypflaster. Montessori und das Mitmachenlassen von Kindern im Alltag fordern beim Gurke schneiden mitunter Opfer.

Den Sonntag hat Attu teilweise mit Big M verbracht und ich habe einen Film geschaut. Danach war sie dann eigentlich müde, scheint aber den Punkt verpasst zu haben, sodass es keinen Mittagsschlaf gab. Wir waren also nur noch kurz draußen und haben dann gaaanz in Ruhe gemacht den Rest des Tages.

Dieses Michael-Jackson-in-seiner-Thriller-Zeit Double war derweil auch einen Film gucken, mit Papa, im Kino.

Weil wir beide tierisch müde waren (kein Mittagsschlaf!) klang der Tag mit Erdnüssen und „Tälepp“ gucken etwas ruhiger aus.

Ja, ein Tablet. Und die Kinder dürfen darauf Dinge glotzen.

Uuuuuh!




Ich hoffe, auch ihr hattet ein schönes Wochenende und seid gut in die verkürzte Woche gestartet.

Eure Khadi


Noch mehr Veränderungen – Vom Aussortieren nach Marie Kondo, großen Neuigkeiten und dem selbst gewählten Dorf

Seit einer Weile schaue ich mir verschiedene „Haushaltstipps“ an, weil ich wirklich unzufrieden war mit dem aktuellen „wie alles so läuft“. Der Haushalt war irgendwie immer so meeh und wenn ich von der Arbeit kam, war nichts schön und ich frustriert.

Das hatte natürlich mehr als einen Grund. Zum einen ist es nun einmal schwer, einen Haushalt zu führen, zwei Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. Und das allein.

Zum anderen – und vielleicht war das das größere Problem – ich war ja gar nicht allein. Big M war oft da, insbesondere dann, wenn ich lange arbeiten musste, weil er dann Attu abholte von der Kita. Aber leider war er abgesehen davon keine große Hilfe. Im Gegenteil. Oft schaffte ich morgens fix noch etwas aufzuräumen und kam dann in ein viel größeres Chaos nach Hause. Ließ ich die Teller vom Frühstück in Eile stehen, waren sie ganz sicher noch da am Abend.

Ich habe kein Problem mit herumliegenden Spielsachen – Kinder wollen und sollen spielen und dabei Dreck machen! Aber wenn ein erwachsener Mensch in meinem Haushalt mehr Zeit verbracht hat als ich an dem Tag, weil ich morgens um 8 Uhr das Haus verlassen und um 19 Uhr wieder betreten habe, dann erwarte ich ein gewisses Maß an Mithilfe von diesem Menschen. Selbst wenn es ihm vielleicht schwerer als mir fällt neben der Betreuung eines Kindes noch etwas hier und da weg zu räumen, könnte er ja dann wenn ich wieder da bin mithelfen.

Könnte. Hat er aber nicht. Sondern er hat fluchtartig das Haus verlassen, nachdem er ja soooo viel zu tun habe und auch mal Zeit für sich brauche, nachdem er den GANZEN NACHMITTAG mit dem Kind verbracht hatte. (Verbringen musste?!) Aha. Dazu kam, dass er dann noch erwartete, dass ICH kochte für das Kind. Und ich müsse ich natürlich auch fragen, ob er etwas essen wolle. Schließlich seien wir verheiratet. Dabei entfallen scheint ihm, dass das so zwar rechtlich stimmt, wir aber offiziell und ganz bewusst NICHT zusammen wohnen und ich auch nicht gedenke daran etwas zu ändern. Er sah das allerdings anders.

Und so habe ich ihn aussortiert. Nach Marie Kondo. Neben einigen anderen Anregungen gefällt mir ihr Konzept des „weniger ist mehr“ ausgesprochen gut und entspricht meinem Charakter und Gefühl von Wohlbefinden sehr. Sie sagt, sinngemäß, „Schau dir etwas genau an, überlege ob du es brauchst, ob es dich glücklich macht. Und wenn die Antwort darauf nein ist, gib/wirf es weg.“ . Das habe ich mit einigen Kleidungsstücken, viiielen Dokumenten, Papieren und kleinen Dingen, Bettwäsche und sicher noch einigen Dingen, die mir entfallen sind gemacht. Und mit Big M. Und seitdem läuft auch der Haushalt großartig!

Nein, ich kann mich einfach nicht mit Dingen und Menschen umgeben, die in der Summe mich unglücklich machen. Die mir mehr Arbeit und Stress verursachen als Freude. Die mir teilweise derartig wenig Respekt entgegenbringen, dass man es gar nicht erzählen mag. Nee. Macht mich nicht glücklich. Aussortiert.

Lieber umgebe ich mich mit Menschen, die mich wirklich glücklich machen. Die mich wertschätzen. Die mir ein gutes Gefühl geben, hinter mir stehen und ihre Hilfe anbieten. Ohne Konditionen. Ohne Hintergedanken und Kleingedrucktes.

Ganz besonders jetzt. Wo ich bald jede Hilfe gebrauchen werde können. Denn zur Osterzeit, wie es in einem sehr süßen Pixi Buch heißt, dass Haddi vor 3 Jahren in meiner Schwangerschaft mit Attu geschenkt bekommen hat, werden wir zu viert sein. Und da bin ich froh, mir mein eigenes Dorf bauen zu können. Selbstbewusst und selbstbestimmt. Wer mir nicht gut tut, muss auch nicht in meinem Dorf leben. Wer dort leben möchte, muss mich und uns respektieren. 

Eure Khadi

Veränderungen

Diese Woche war voller Veränderungen für uns. Sowohl direkte, als auch sich ankündigende.

Seit Montag arbeite ich wieder, was mir sowohl Spaß macht, als auch ziemlich anstrengend ist gerade. Einerseits ist es brüllend heiß in Berlin zur Zeit und zum anderen muss ich mein Mausemädchen morgens immer beim Papa lassen. Klar, eigentlich nichts schlimmes, aber nach den letzten beiden Urlaubswochen war das für uns beide zunächst erstmal ganz schön schwer! Umso mehr habe ich den Nachmittag gestern mit ihr genossen, als wir – wie die Woche zuvor – ein Eis zusammen essen und auf dem Spielplatz spielen konnten.

Am Montag und heute war Attu mit Big M am See, schwimmen und einfach ein wenig aus der drückenden Wärme fliehen. Das hat sie sichtlich genossen, diese Abenteuer mit Papa. Heute sind sie sogar Schlauchboot gefahren! Aufregend!

Auch mein Bücherregal nimmt gaaaanz langsam Form und Farbe an. Die Kinderbücher kommen noch, damit es nicht so nackig wirkt! Vorerst stehen aus diesem Grund auch ein paar Uni-Bücher noch mit drin, eigentlich brauche ich die schon lange nicht mehr. – Braucht jemand ein Linguistikbuch oder ein Schwedisch Grundkurs Buch? Mit CD! 😉

Über Bücherempfehlungen würde ich mich wie bereits erwähnt freuen. 🙂

 

Gute Nacht!

Khadi

Von Afrika-Sehnsucht und Summer in the City

Neid. Ja, ich verspüre schon etwas Neid, wenn ich Fotos von meinem Großen bekomme, der sich momentan mit seinem Papa auf großer Reise befindet. Zu gerne möchte ich auch dort sein. Aber ich gönne es ihm. Ein Drittel seiner ersten richtig großen Reise ist schon um, zwei Wochen folgen noch. Die erste richtig doll lange Trennung für ihn und mich. Mir scheint, er meistert das ganz toll. Und ich, ja erstaunlicherweise ich auch! Tatsächlich drängt sich mir in den letzten Tagen immer wieder der Gedanke auf, dass es ja  so ähnlich wäre, wenn er bei seinem Vater wohnen würde. Und das ist etwas, dass wir wirklich noch klären müssen, wenn er im nächsten Jahr zur Schule kommt. Doch das ist einen extra Beitrag wert. Jetzt geht es um meine Afrika – Sehnsucht!

Genau genommen möchte ich seit 2012 den „schwarzen Kontinent“ bereisen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen oder hat es nicht gepasst.

Doch der Plan steht, ich habe eine Mission: 2019 soll mein Jahr werden, darauf arbeite ich ganz klar hin.

Endlich, endlich möchte ich sagen können „Ja, na klar war ich schon in Afrika!“. Höchstwahrscheinlich wird es nicht Kamerun werden, aber Gambia, ja das wäre schon toll. Gambia ist mein nächstes „Projekt“, dass ich angehen möchte, bevor das nächste folgt. Aber das, das ist wirklich noch Top Secret.

 

Und was machen wir Mädchen so, während der große Bruder sich in der Ferne von der Sonne bräunen lässt?

Wir essen Eis (gut, heute früh musste ich noch arbeiten…), gehen auf den Spielplatz und erfreuen uns aneinander. Wir treffen liebe Freunde, ob geplant oder zufällig an den gängigen Orten und genießen die letzten Tage der Kita-Sommerschließzeit. Eine Woche ist noch, dann hat uns beide der Alltag gänzlich zurück. In der kommenden Woche muss ich wieder arbeiten, Attu hat also Papazeit. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich leider wieder arbeiten muss. Nein, eigentlich nicht, denn ich liebe, was ich tue. Und zufällig bekomme ich dafür sogar noch Geld. Besser geht es doch gar nicht, oder?

In diesem Sinne – genießt den Sommer und lasst es euch gut gehen!

Khadi