Unser Wochenende in Bildern – 30./31.09.2018

Unser Wochenende begann bereits mit einem Highlight – Tzitza kam zu Besuch! Attu hatte die Woche über immer wieder nach ihrer Tante gefragt und hat sich tierisch gefreut, als diese dann ENDLICH zum spielen kam. Niemand baut so großartig Kapla Steine wie Tante Tzitza, soviel steht fest.

Wir waren auch ein bisschen draußen und haben das schöne Wetter genossen. Aber herbstlich frisch ist es langsam, huh! Und leider kann man nicht mehr im Springbrunnen baden gehen…


Zum Abendessen gab es Wraps. Kleiner Hinweis an dieser Stelle – Wraps mit kleinen Kindern machen Spaß, sind aber, wenn man das Kind den Quark selbst verteilen lässt, nicht nach dem Baden zu empfehlen. Auf dem Bild ebenfalls zu sehen – ein Aua mit Teddypflaster. Montessori und das Mitmachenlassen von Kindern im Alltag fordern beim Gurke schneiden mitunter Opfer.

Den Sonntag hat Attu teilweise mit Big M verbracht und ich habe einen Film geschaut. Danach war sie dann eigentlich müde, scheint aber den Punkt verpasst zu haben, sodass es keinen Mittagsschlaf gab. Wir waren also nur noch kurz draußen und haben dann gaaanz in Ruhe gemacht den Rest des Tages.

Dieses Michael-Jackson-in-seiner-Thriller-Zeit Double war derweil auch einen Film gucken, mit Papa, im Kino.

Weil wir beide tierisch müde waren (kein Mittagsschlaf!) klang der Tag mit Erdnüssen und „Tälepp“ gucken etwas ruhiger aus.

Ja, ein Tablet. Und die Kinder dürfen darauf Dinge glotzen.

Uuuuuh!




Ich hoffe, auch ihr hattet ein schönes Wochenende und seid gut in die verkürzte Woche gestartet.

Eure Khadi


Noch mehr Veränderungen – Vom Aussortieren nach Marie Kondo, großen Neuigkeiten und dem selbst gewählten Dorf

Seit einer Weile schaue ich mir verschiedene „Haushaltstipps“ an, weil ich wirklich unzufrieden war mit dem aktuellen „wie alles so läuft“. Der Haushalt war irgendwie immer so meeh und wenn ich von der Arbeit kam, war nichts schön und ich frustriert.

Das hatte natürlich mehr als einen Grund. Zum einen ist es nun einmal schwer, einen Haushalt zu führen, zwei Kinder zu haben und arbeiten zu gehen. Und das allein.

Zum anderen – und vielleicht war das das größere Problem – ich war ja gar nicht allein. Big M war oft da, insbesondere dann, wenn ich lange arbeiten musste, weil er dann Attu abholte von der Kita. Aber leider war er abgesehen davon keine große Hilfe. Im Gegenteil. Oft schaffte ich morgens fix noch etwas aufzuräumen und kam dann in ein viel größeres Chaos nach Hause. Ließ ich die Teller vom Frühstück in Eile stehen, waren sie ganz sicher noch da am Abend.

Ich habe kein Problem mit herumliegenden Spielsachen – Kinder wollen und sollen spielen und dabei Dreck machen! Aber wenn ein erwachsener Mensch in meinem Haushalt mehr Zeit verbracht hat als ich an dem Tag, weil ich morgens um 8 Uhr das Haus verlassen und um 19 Uhr wieder betreten habe, dann erwarte ich ein gewisses Maß an Mithilfe von diesem Menschen. Selbst wenn es ihm vielleicht schwerer als mir fällt neben der Betreuung eines Kindes noch etwas hier und da weg zu räumen, könnte er ja dann wenn ich wieder da bin mithelfen.

Könnte. Hat er aber nicht. Sondern er hat fluchtartig das Haus verlassen, nachdem er ja soooo viel zu tun habe und auch mal Zeit für sich brauche, nachdem er den GANZEN NACHMITTAG mit dem Kind verbracht hatte. (Verbringen musste?!) Aha. Dazu kam, dass er dann noch erwartete, dass ICH kochte für das Kind. Und ich müsse ich natürlich auch fragen, ob er etwas essen wolle. Schließlich seien wir verheiratet. Dabei entfallen scheint ihm, dass das so zwar rechtlich stimmt, wir aber offiziell und ganz bewusst NICHT zusammen wohnen und ich auch nicht gedenke daran etwas zu ändern. Er sah das allerdings anders.

Und so habe ich ihn aussortiert. Nach Marie Kondo. Neben einigen anderen Anregungen gefällt mir ihr Konzept des „weniger ist mehr“ ausgesprochen gut und entspricht meinem Charakter und Gefühl von Wohlbefinden sehr. Sie sagt, sinngemäß, „Schau dir etwas genau an, überlege ob du es brauchst, ob es dich glücklich macht. Und wenn die Antwort darauf nein ist, gib/wirf es weg.“ . Das habe ich mit einigen Kleidungsstücken, viiielen Dokumenten, Papieren und kleinen Dingen, Bettwäsche und sicher noch einigen Dingen, die mir entfallen sind gemacht. Und mit Big M. Und seitdem läuft auch der Haushalt großartig!

Nein, ich kann mich einfach nicht mit Dingen und Menschen umgeben, die in der Summe mich unglücklich machen. Die mir mehr Arbeit und Stress verursachen als Freude. Die mir teilweise derartig wenig Respekt entgegenbringen, dass man es gar nicht erzählen mag. Nee. Macht mich nicht glücklich. Aussortiert.

Lieber umgebe ich mich mit Menschen, die mich wirklich glücklich machen. Die mich wertschätzen. Die mir ein gutes Gefühl geben, hinter mir stehen und ihre Hilfe anbieten. Ohne Konditionen. Ohne Hintergedanken und Kleingedrucktes.

Ganz besonders jetzt. Wo ich bald jede Hilfe gebrauchen werde können. Denn zur Osterzeit, wie es in einem sehr süßen Pixi Buch heißt, dass Haddi vor 3 Jahren in meiner Schwangerschaft mit Attu geschenkt bekommen hat, werden wir zu viert sein. Und da bin ich froh, mir mein eigenes Dorf bauen zu können. Selbstbewusst und selbstbestimmt. Wer mir nicht gut tut, muss auch nicht in meinem Dorf leben. Wer dort leben möchte, muss mich und uns respektieren. 

Eure Khadi

Unser Wochenende in Bildern 25./26.08.2018

Nun steht schon wieder das nächste Wochenende an und ich komme endlich dazu, über das vergangene zu berichten. Auweia!

Beginnen möchte ich mit einem Bild, das typisch für die vergangenen Wochen ist – Eiskaffee.

So langsam wird es herbstlich, aber bis vor kurzem war es Eiskaffeewetter und ich wäre arm geworden, wenn ich jedes Mal im Café meinen Gelüsten  nachgekommen wäre. Daher – selbst gemachter Eiskaffee. Lecker!

 

 

Am vergangenen Wochenende fand bei uns am Platz ein Sommerfest statt, wie jedes Jahr regnete es, aber es war wirklich richtig toll. Wir haben Enten geangelt (und dann über die Auswahl des Preises gestritten – also die Kinder, nicht ich) , ein „Aquarium“ aus Papptellern gebastelt, Attu hat sich als Tiger schminken lassen  – rarrrr – und die Kinder sind mit einem Schlauchboot über einen Minisee gezogen worden.  Außerdem hat Haddi zwei Karten für eine Fernsehsendung gewonnen beim Glücksrad, aber gegen ein Schlüsselband eingetauscht. Und es gab einen kleinen Fuhrpark, der ausgiebig genutzt wurde.

Natürlich gab es auch eine Zuckerwatte und ein Käsecrêpe und ein Eis für jeden – was muss, das muss!

 

Am Sonntag waren wir im Grunewald mit ganz lieben Freunden von uns. Es war unerwartet heiß und die Kinder sind die Kiesgrube hoch und runter gerannt als wäre es nichts. Ich bin einmal runter und wieder rauf und habe dann beschlossen, wer alleine nicht wieder hoch kommt wird zurück gelassen. Sorry.

Außerdem habe ich am Wochenende einen Brief von Haddi bekommen. <3

 

 

Das war unser Wochenende in Bildern. Bezüglich des Timings gelobe ich feierlich Besserung!

 

Eure

Khadi

Unser Wochenende in Bildern 11./12.08.2018

Unser Wochenede war wieder einmal sehr schön. Es ist immer noch heiß in Berlin (wobei es Sonnabend ein wenig abgekühlt ist) und so waren wir abends noch lange draußen, die Kinder haben im Brunnen geplanscht und es gab Pizza zum Mitnehmen. Summer feeling pur!

Überhaupt war in der letzten Woche einiges nicht wie sonst, die Kinder waren weinerlich und überhaupt nicht auf Kindergarten aus, sodass ich beide kurzerhand ab Mittwoch zuhause gelassen habe. Ich hatte extra nochmals Urlaub genommen für die Woche nach Haddis Rückkehr und das war anscheinend richtig so. Auf dieser „ungeregelten nicht-Alltagswolke“ sind wir also auch am Wochenende noch ein wenig geschwommen.

Außerdem waren wir auf zwei Geburtstagen eingeladen – einmal bei einer Kitafreundin von Haddi und am Sonntag bei einem Sohn meines besten Freundes.

Der Freundin-Geburtstag wurde in einem Indoor-Spielplatz gefeiert, das Thema war Monster und es gab Pommes und Chicken Nuggets und eine Hüpfburg und Süßigkeiten. ‚Nuff said! – Kinder glücklich

Der zweite Geburtstag fand auf einem Spielplatz bei uns um die Ecke statt, der genug Platz und Schatten für eine mittelgroße Picknick-Sommerparty bietet. Es gab typisch kamerunische Gerichte, es war laut und wild, es gab Kinder und Musik und wiederum Kuchen und Süßigkeiten und süße Getränke en masse!

 

Ein weiteres GROSSES Highlight des Tages war ein ferngesteuertes Auto, in dem man in echt sitzen kann! Vollständige Verzückung bei beiden Kindern. Tatsächlich durften die beiden sogar eine Runde drehen, allerdings ist Haddi schon zu groß und mit 24 Kilo auch deutlich zu schwer, sodass er sich im Sand festfuhr. Nun ja, man kann eben nicht immer alles haben.

 

Das war unser Wochenende in Bildern – und was war bei euch so los?

 

Viele Grüße und Bisous (bin noch voll im kamerunischen Spirit von heute!)

Khadi

Unser Wochenende in Bildern – 04./05.08.2018

…Oder sollte ich schreiben unser Wochenende im Bild?

Ja, tatsächlich habe ich nur genau drei Bilder geschossen an diesem Wochenende, von denen ich nur eines hier verwenden kann, weil – Nackidei!

Aber ist das nicht irgendwie ein gutes Zeichen? Wenn ich gar keine Fotos gemacht habe am Wochenende mit meinem Kind? (Nächstes Wochenende  sind es wieder zwei! Der Haddi ist zurück in Deutschland und morgen auch wieder bei uns!) Gerade heute habe ich den Beitrag von Das frühe Vogerl zum Thema fotografieren im Alltag gelesen und irgendwie bin ich jetzt ganz froh, dass ich gar nicht so viele Fotos vom Wochenende vorzeigen kann. Anscheinend war ich dann wohl mehr da.

Wobei, erst war ich mehr weg, nämlich arbeiten. Alle zwei Wochen arbeite ich am Sonnabend, so auch dieses Mal. Trotz der Hitze war es verhältnismäßig angenehm und entspannt, die Kunden allesamt lieb und die Kollegin sowieso. Attu war wenig begeistert, dass ich zur Arbeit musste, aber danach haben wir dann den Resttag noch genossen, zu zweit, ohne Fotos.

Hier kommt es also, unter großem Trommelwirbel, das allereinzige Foto des Wochenendes, vom Sonntag:

Es heißt: „Is will unte fahre“ oder auch Pah von wegen der Einkaufskorb ist nur bis 4 Kilo belastbar.

Traditionell trägt Attu in diesem Hitzesommer in Berlin genau das auf dem Foto abgebildete Outfit: nichts. Zumindest auf dem Spielplatz und teilweise auch davor und danach nicht wesentlich mehr. Und so soll das auch sein, Kind sein, frei sein (auch von Kleidung) und einfach das tun, was man möchte. Zum Beispiel im Einkaufskorb fahren.

In diesem Sinne – fahrt mal wieder im Einkaufskorb, vielleicht aber sicherheitshalber nur methaphorisch!

Khadi

Unser Wochenende in Bildern – 27.-29.07.18

Unser Wochenende fing schon am Freitag an – Dank strategisch günstiger Arbeitswoche und letztem Schließtag in der Kita.

Am Freitag ging es zum Strand – was will man bei der Hitze auch sonst groß machen? Es war einfach zu heiß für alles!

Zum Mittagessen gab es daher auch etwas leichtes: Chakri. Eigentlich ein Nachtisch, wie ich belehrt wurde, aber das ist mir egal. Süß geht auch als Hauptspeise. 😀 Jedenfalls ein gambisches Gericht aus Couscous, Milch, Joghurt und Zucker. Also ganz entfernt sowas wie Milchreis. Total lecker mit Rosinen drauf!

Nach dem Mittagsschlaf ging es, wie bereits erwähnt, zum Strand. Wir hatten ALLES dabei – Riesenschippe, Knabbereien, einen Schwimmring und sogar ein Schlauchboot! Es war wirklich toll, einfach ein bisschen sich abzukühlen. Sogar ich hab mich ins Wasser getraut und das will was heißen!

Einen neuen Freund hat Attu auch gefunden:

Am Samstag waren wir vormittags faul, abgesehen von einem bisschen einkaufen. Nachmittags waren wir Eis essen, auf dem Spielplatz und haben am (derzeit leeren) Brunnen eine nette Familie getroffen, mit deren Spielzeug Attu spielen durfte. Völlig in Trance saß sie da und hat alles bespielt. <3

Der Sonntag ging schon früh los – um 5.45 Uhr um genau zu sein. Ungewöhnlich für die Langschläferin Attu, aber sie war hellwach und gut gelaunt, also was soll man machen?

Kochen.

Wenn ich sowieso so viel Zeit habe bis zum Mittagessen, kann ich auch was neues probieren. Chicken Yassa. Während ich gekocht habe, hat sich Attu eine kleine Spielecke gebaut. Die Puppenoma und zwei Puppenmädchen waren sehr beschäftigt dort! Das Hähnchen ist wirklich lecker geworden, allerdings hätte es noch etwas schärfer sein können. Für Kinder allerdings perfekt. Und ich hatte nicht das richtige Brot dazu, Fladenbrot geht NICHT gut.

Auf dem Spielplatz wurde Attu nachmittags von einer Wespe ins Ohrläppchen gestochen! Arme Maus!

Wir waren also früher als geplant zuhause, haben gebadet und sie durfte zum Trost ein bisschen Tablet gucken.

Das war unser letztes Urlaubswochenende in Bildern. Am nächsten Wochenende kommt auch endlich unser Haddi zurück!

 

Bis bald!

Khadi

Veränderungen

Diese Woche war voller Veränderungen für uns. Sowohl direkte, als auch sich ankündigende.

Seit Montag arbeite ich wieder, was mir sowohl Spaß macht, als auch ziemlich anstrengend ist gerade. Einerseits ist es brüllend heiß in Berlin zur Zeit und zum anderen muss ich mein Mausemädchen morgens immer beim Papa lassen. Klar, eigentlich nichts schlimmes, aber nach den letzten beiden Urlaubswochen war das für uns beide zunächst erstmal ganz schön schwer! Umso mehr habe ich den Nachmittag gestern mit ihr genossen, als wir – wie die Woche zuvor – ein Eis zusammen essen und auf dem Spielplatz spielen konnten.

Am Montag und heute war Attu mit Big M am See, schwimmen und einfach ein wenig aus der drückenden Wärme fliehen. Das hat sie sichtlich genossen, diese Abenteuer mit Papa. Heute sind sie sogar Schlauchboot gefahren! Aufregend!

Auch mein Bücherregal nimmt gaaaanz langsam Form und Farbe an. Die Kinderbücher kommen noch, damit es nicht so nackig wirkt! Vorerst stehen aus diesem Grund auch ein paar Uni-Bücher noch mit drin, eigentlich brauche ich die schon lange nicht mehr. – Braucht jemand ein Linguistikbuch oder ein Schwedisch Grundkurs Buch? Mit CD! 😉

Über Bücherempfehlungen würde ich mich wie bereits erwähnt freuen. 🙂

 

Gute Nacht!

Khadi

Unser Wochenende in Bildern – 28./29.07.2018

Nach der Idee der wunderbaren Susanne von geborgen wachsen würde ich fortan auch gerne unser Wochenende in Bildern dokumentieren.

Da ich allerdings gestern nicht genug fotografiert habe, wird es erstmal nur ein Sonntag in Bildern. 😀

Vormittags waren wir faul, naja, ich habe ein wenig geputzt, aber Fotos gibt es davon keine. Also geht es nach dem Mittagsschlaf los.

Zuerst haben wir – natürlich! – wie jeden Tag ein Eis gegessen. Ohne Eis geht am letzten gemeinsamen Urlaubstag nichts! Attu hatte eine ihrer Lieblingssorten – Mango! Mit einem Marshmallow UND einem Gummibärchen drauf.

Danach ging es zum Spielplatz, der praktischer Weise direkt neben unserem Lieblingseiscafé liegt. Dort haben wir – na gut, hauptsächlich ich – uns am Bau einer gigantischen Wasserlandschaft beteiligt. Ich war so richtig im Flow. 😉

Big M kam auch noch zum Spielplatz, was Attu mit großer Freude erfüllte. Sie wollte jetzt ausschließlich mit Papa spielen, klettern, rutschen, schaukeln, hopsen und alles zeigen, was sie schon kann.

Tatsächlich wollte sie dann auch nicht mehr bleiben, als er meinte, dass er nach Hause gehen möchte, obwohl sie mit mir noch hätte bleiben können.

Nun gut, im Grunde kam es mir gelegen, denn ich habe Big M seit etwa einer Woche immer wieder gebeten, mir ein Regal bzw dessen Teile aus dem Keller hoch zu tragen und jetzt bot sich die Gelegenheit, ihn  auf sein Versprechen dies zu tun festzunageln. Das Resultat der mit sehr viel fluchen verbundenen Aktion, das Regal wieder zusammen zu setzen, seht ihr auf dem letzten Bild. Leider nicht so tolle Qualität, aber es ist schon dunkel. Ja, so lange hat das gedauert!

Eingeräumt ist noch nichts und schön ist auch anders, aber es steht! Ein super Gefühl, denn ich mag es gar nicht, wenn ich einen Vorsatz nicht umsetzen kann bzw etwas nicht so läuft, wie ich es geplant hatte. Und der Plan war nunmal, dass das Regal stehen soll, bevor mein Urlaub zuende ist. Knapp geschafft!

Mein Traum ist ja ein farbig kodiertes Bücherregal. Dafür braucht es allerdings noch etwas Arbeit und viel, viel mehr Bücher! Ich muss mich endlich wieder mit Büchern eindecken! Zu meinen Lieblingsbüchern, bereits vorhanden oder wenn ich etwas neues entdecke, werde ich sicherlich auch noch etwas schreiben. Was sind eure Lieblingsbücher?

Zunächst einmal, gute Nacht!

Khadi

Von Afrika-Sehnsucht und Summer in the City

Neid. Ja, ich verspüre schon etwas Neid, wenn ich Fotos von meinem Großen bekomme, der sich momentan mit seinem Papa auf großer Reise befindet. Zu gerne möchte ich auch dort sein. Aber ich gönne es ihm. Ein Drittel seiner ersten richtig großen Reise ist schon um, zwei Wochen folgen noch. Die erste richtig doll lange Trennung für ihn und mich. Mir scheint, er meistert das ganz toll. Und ich, ja erstaunlicherweise ich auch! Tatsächlich drängt sich mir in den letzten Tagen immer wieder der Gedanke auf, dass es ja  so ähnlich wäre, wenn er bei seinem Vater wohnen würde. Und das ist etwas, dass wir wirklich noch klären müssen, wenn er im nächsten Jahr zur Schule kommt. Doch das ist einen extra Beitrag wert. Jetzt geht es um meine Afrika – Sehnsucht!

Genau genommen möchte ich seit 2012 den „schwarzen Kontinent“ bereisen, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen oder hat es nicht gepasst.

Doch der Plan steht, ich habe eine Mission: 2019 soll mein Jahr werden, darauf arbeite ich ganz klar hin.

Endlich, endlich möchte ich sagen können „Ja, na klar war ich schon in Afrika!“. Höchstwahrscheinlich wird es nicht Kamerun werden, aber Gambia, ja das wäre schon toll. Gambia ist mein nächstes „Projekt“, dass ich angehen möchte, bevor das nächste folgt. Aber das, das ist wirklich noch Top Secret.

 

Und was machen wir Mädchen so, während der große Bruder sich in der Ferne von der Sonne bräunen lässt?

Wir essen Eis (gut, heute früh musste ich noch arbeiten…), gehen auf den Spielplatz und erfreuen uns aneinander. Wir treffen liebe Freunde, ob geplant oder zufällig an den gängigen Orten und genießen die letzten Tage der Kita-Sommerschließzeit. Eine Woche ist noch, dann hat uns beide der Alltag gänzlich zurück. In der kommenden Woche muss ich wieder arbeiten, Attu hat also Papazeit. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich leider wieder arbeiten muss. Nein, eigentlich nicht, denn ich liebe, was ich tue. Und zufällig bekomme ich dafür sogar noch Geld. Besser geht es doch gar nicht, oder?

In diesem Sinne – genießt den Sommer und lasst es euch gut gehen!

Khadi

Wer ist Khadi?

Hallo!

Ich bin Khadijatou, kurz Khadi.

Nein, das ist nicht der Name den mir meine Eltern vor 26 Jahren gegeben haben, aber es ist trotzdem mein Name, irgendwie. Er gefällt mir seit vielen Jahren sehr und da ich hier – vorerst !? – lieber semi-anonym schreiben möchte, erschien es mir passend.

Zur weiteren Vorstellung… wie geht man da am besten vor? Ich versuche es mal bruchstückartig mit Fragen an mich selbst. Ungeordnet. Ein bisschen wie eine Khadi Mauer bestehend aus vielen kleinen Steinchen. Ja, das gefällt mir.

Born and raised in …?

Geboren wurde ich – wie bereits erwähnt vor 26 Jahren – im netten Städchen Berlin. Obgleich ich über mehrere Jahre nicht in Berlin gelebt habe, war es doch immer irgendwie meine Heimat und ich bin so schnell ich konnte wieder zurück gegangen.

Und zwischendurch?

Bin ich zur Schule gegangen, war ein Schuljahr im Ausland, habe Geige gespielt und Klavier, hatte eine Reitbeteiligung (bzw meine Eltern), habe geheiratet und mein Abitur gemacht. Ganz normal also.

Und dann?

Habe ich studiert, bin schwanger geworden, habe mich scheiden lassen, bin extra für die Geburt meines Sohnes nach Berlin gefahren (ja, wirklich!), bin als der Sohn 4 Monate alt war in eine WG nach Berlin gezogen und habe weiter studiert. Habe meinen Mann (also den, von dem ich nicht geschieden bin 😉 ) kennen gelernt, bin aus der WG aus- und mit ihm in eine gemeinsame Wohnung eingezogen und habe eine Tochter bekommen.

Oooooh, du hast Kinder? Boa, du bist voll erwachsen und so und hast alles unter Kontrolle!

Hahahahahaha… ja.

Und worum geht’s hier eigentlich?

Wenn ich das wüsste… im Grunde steht es da oben: Khadis Gedanken.

Ich möchte über all die Dinge schreiben, die mich beschäftigen.

Das kann so etwas sein wie, dass die Tochter seit kurzem keine Windel mehr will und braucht (yay!), also Kinder- und Familienthemen. Oder aber, dass es in der S Bahn Berlin jetzt eine „Bürgerwehr“ geben soll und wie ich das finde (beschissen! weil meine Kinder für diese Vollintelligenzler leider die „falsche“ Hautfarbe haben und ich diese Tendenzen in Deutschland derzeit sehr beunruhigt betrachte), also politische oder tagesaktuelle Themen. Oder selbstverständlich auch so Dinge wie interkulturelle Beziehung, Beziehung im Allgemeinen, Essen, Urlaub, meine Arbeit, Anekdoten usw. Eben das, woran Khadi so denkt.

Dann erzähl doch mal, wichtige Personen in deinem Leben:

Eines vorweg, Namen werde ich entweder abkürzen oder ich werde Spitznamen vergeben, die vorwiegend an die Aussprache eines meiner Kinder angelehnt sind oder dieser entsprechen. Sonst kann ich mir das ja alles selbst nicht mehr merken vor lauter Verschlüsselung!

Gut, also. Zunächst mal gibt es da natürlich meine Eltern. Und ich habe eine ganz, ganz wundervolle kleine Schwester, die inzwischen bald 23 und gar nicht mehr so klein ist. Ihr Name ist Ziza. Ziza wohnt in einer WG, liebt Tiere und die Welt und ist total nachhaltig und hübsch und die beste Tante, die ich mir für meine Kinder wünschen kann. Und die beste Schwester für mich. Habe ich schon gesagt, die beste Schwester? Also das ist Ziza.

Und dann gibt es da „Mann eins“. Sein Name ist G. Ursprünglich stammt er aus einem Land an der Westküste Afrikas, inzwischen ist er Deutscher. Wir haben uns kennen gelernt, als ich in der 11. Klasse war und er studierte. Es war Liebe, ohne Frage, aber es hat nicht geklappt. Wir hatten holprige Zeiten, oh man, hatten wir holprige Zeiten, insbesondere nach der Geburt unseres Sohnes. Damit könnte ich ganze Bücher füllen. Vielleicht schreibe ich nochmal darüber. Vielleicht auch nicht. Vergangenheit soll man manchmal auch einfach Vergangenheit sein lassen. Inzwischen jedenfalls läuft es sehr gut, so mit uns beiden. Wir sind gute Eltern, zusammen jeder für sich allein, für unseren Sohn. Und das ist das allerwichtigste.

Dann kam der Sohn. Mein wundervoller Erstgeborener. Mein erster Baby, für immer. Haddi. Haddi wurde im Frühjahr 2013 geboren und ist somit 5 1/2 Jahre alt. Er ist groß, stark und unglaublich liebevoll. Ein bisschen wie ein Leonberger. Als ich ein Kind war, hatten wir einen Leonberger. Der war bestimmt 80 Kilo schwer, dachte aber, er sei ein kleiner Schoßhund und fraß sehr, sehr vorsichtig Weintrauben aus der Hand. Niemals hätte er jemanden verletzt, niemals, und er wollte von uns beschützt werden. Ein bisschen so ist Haddi. Einfühlsam, hinreißend mit kleinen Kindern – nicht zuletzt seiner Schwester -, immer bemüht allen zu gefallen und nichts falsch zu machen. Natürlich ist er auch 5 und mag Drachen und Ninja Turtles und allerlei Dinge, die mich herzlich wenig interessieren. Aber verratet ihm das bitte nicht!

Und dann kam M. Nein, M steht nicht für Mohammed, obwohl das natürlich hervorragend zu meinem selbstgewählten Namen passen würde. M und ich haben uns kennen gelernt, als Haddi 1 Jahr alt war. Tatsächlich hat Haddi auch zuerst zu ihm Papa gesagt und erst über ein Jahr später zu seinem leiblichen Vater. Aber das gehört in das oben erwähnte Buch, das ich nicht schreiben werde. Für M war Haddi immer auch sein Kind und er ist es noch. Haddi war es auch, der zuerst Vertrauen in M gefasst hatte. Der mich dazu bewog zu denken (und zu sagen) „gut, das könnte passen“. Denn selbstverständlich stürzt man sich nicht einfach so mir nichts dir nichts in eine Beziehung, wenn ein Kind involviert ist. Auch M stammt von der Westküste Afrikas, etwas nördlicher allerdings. Ansonsten hat er aber nicht wirklich etwas gemeinsam mit G. Auch mit M und mir lief es nicht immer rund. Genau genommen lief es phasenweise sehr, sehr unrund. Sehr, sehr. Und dennoch, irgendwie wiegt der Spruch „in guten wie in schlechten Zeiten“ dann doch etwas, ganz besonders wenn es Kinder gibt. Und dann ist da eben auch noch die Liebe. Momentan läuft es gut. Ja, ich würde behaupten, es läuft gut mit uns. Wir wohnen nicht mehr zusammen, sind gewissenmaßen glücklich räumlich getrennt, und was das gefühlsmäßig getrennte angeht – wie einfach ist das schon, wenn man wortwörtlich um die Ecke wohnt und ein Kind zusammen hat? Belassen wir es daher bei „wir haben eigene Wohnungen und das ist auch gut so“.

Nun kommen wir zur letzten Hauptperson: Attu. Attu ist „fünf Jahre alt“, nach eigener Aussage. Eigentlich ist sie 2 1/2. Sie ist ein sehr selbstbewusster kleiner Mensch, ein Clown und eine Artistin. Ich habe noch nie ein so breites Grinsen in einem derart kleinen Gesicht gesehen, wie sie zu Stande bringt. Attu redet und redet ohne Unterlass (ganz die Mama, schätze ich) und ist eine rührende kleine Puppenmama für ihr Baby. Andererseits kann sie auch ordentlich schimpfen und austeilen, besonders wenn sie glaubt, dass jemand ihrem geliebten Bruder etwas getan hat. Wenn du Haddi ärgerst, dann Gnade dir Gott, solltest du nicht in Attus Nähe sein! Attu liebt es zu schaukeln und möchte keine Schuhe und schon gar keine Socken tragen. Ich freue mich auf den Winter!

 

Soviel zunächst von mir, to be continued.

Khadi